„Bus mit Füßen“

                                                                                                                                           

 

Sicher und umweltfreundlich zu Fuß zur Schule!   

Was ist ein „Bus mit Füßen"                                                                                                                                                                                                            Download Infoflyer als pdf

Ein „Bus mit Füßen“ ist eine organisierte Gehgemeinschaft von Grundschülern, die von deren Eltern, Großeltern oder freiwilligen Helfern begleitet wird. Die Kinder treffen sich jeden Morgen an ihren „Haltestellen“ und laufen gemeinsam auf ihrer „Buslinie“ zu Fuß zur Schule. So füllt sich der „Bus“ nach und nach und alle Jungen und Mädchen gelangen sicher zur Schule.                                  

Was haben die Kinder und Eltern davon?

Der „Bus mit Füßen“ bietet mehr als Sicherheit auf dem Schulweg. Er bringt Kinder in Bewegung, fördert ihre Selbständigkeit, ihren Orientierungssinn und Kommunikation und lenkt ihre Konzentration auf den Unterricht. Außerdem schulen die Kinder ihren Orientierungssinn im Stadtteil und lernen ganz nebenbei korrektes Verkehrsverhalten. Sie treffen schon morgens auf dem Schulweg ihre Freunde, kommunizieren, entwickeln dabei soziale Kompetenz und übernehmen in der Gruppe Verantwortung für sich selbst und andere.

Auch die Eltern profitieren davon. Sie müssen ihr Kind nicht mehr jeden Tag selbst zur Schule bringen oder fahren, sondern können sich in der Begleitung des „Busses“ mit anderen Eltern, Großeltern oder freiwilligen Schulwegbegleitern im Rotationsverfahren abwechseln. Neben der Zeitersparnis profitieren sie auch dadurch, dass sie ihr Kind immer in sicherer Begleitung wissen, können Kontakte zu anderen Eltern knüpfen und leisten einen wertvollen Beitrag zur Gesundheitsförderung ihrer Kinder, der Verringerung des motorisierten Verkehrs vor Ihrer Schule und damit zur Verkehrssicherheit und nicht zuletzt zum Umweltschutz.

Durch den reduzierten Bringverkehr sinkt auch insgesamt das Verkehrsaufkommen an den Schulen. So wird die Situation für die Kinder deutlich verbessert.

Wie funktioniert der „Bus mit Füßen“?

Fünf bis acht Grundschulkinder gehen zu Fuß, begleitet durch einen Erwachsenen auf einer festgelegten „Buslinie“ (Route) zur Schule. Die Eltern wechseln sich in der Begleitung der Kinder im Rotationsverfahren ab, ggf. auch mit Großeltern bzw. freiwilligen Helfern, was die Eltern zusätzlich entlastet.

Auf der „Buslinie“ befinden sich festgelegte „Haltestellen“ (Treffpunkte), an denen die Kinder abgeholt werden. Abwechselnd übernehmen die Kinder die Rolle des „Busfahrers“, „Schaffners“ oder des „Fahrgastes“. Das erhöht die Motivation und fördert auf spielerische Art Selbstständigkeit, Verantwortungsbewusstsein und Orientierungssinn. Sobald die Kinder selbstbewusst und sicher ihren Schulweg zurücklegen, setzen sie ihren „Bus mit Füßen“ ohne Begleitung fort.

Für wen ist der „Bus mit Füßen“?

Für Erst- und Zweitklässler, aber auch für zukünftige Erstklässler wird das Projekt an verschiedenen Leipziger Grundschulen angeboten und durchgeführt. Um einen „Bus mit Füßen“ an einer Schule zu starten, braucht er Schulkinder und deren Eltern, die sich gern als Busbegleiter engagieren möchten.

 

In Leipzig ist es neben dem Projekt Schulweg-Safari des Kriminalpräventiven Rates der Stadt Leipzig neu, wird initiiert und durchgeführt vom KLAKS e. V. mit Unterstützung der Aktion Mensch. Bereits an zwei Leipziger Grundschulen ist es gestartet.

 Mit freundlicher Untersützung durch:

 

     
Aktion Mensch Freiwilligen Agentur Leipzig Green City e.V. München (Vanessa Mantini)